Das Homann-Areal – ein Stück Dissen mit Zukunft
„Homann ist Dissen – Dissen ist Homann.“ Dieser Satz prägte über viele Jahrzehnte das Selbstverständnis der Menschen in unserer Stadt. Kein anderes Unternehmen hat Dissen so nachhaltig geprägt wie die Firma Homann. Zahlreiche Einrichtungen und Orte erinnern bis heute an diese lange Verbundenheit – darunter der Homann-Park, die Hugo-Homann-Sporthalle und der Homann-Wanderweg.
Doch seit Oktober 2022 gehört die Homann-Geschichte in Dissen der Vergangenheit an. Das rund 13 Hektar große ehemalige Firmengelände steht seitdem weitgehend leer. Nun gilt es, aus diesem Areal einen attraktiven, zukunftsorientierten und nachhaltigen Lebens- und Begegnungsraum für alle Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln – für Menschen jeden Alters.
Neben der Stadt Dissen und weiteren Institutionen beschäftigt sich auch die Bürgerinitiative „Wir für Dissen“ intensiv mit der zukünftigen Entwicklung des Homann-Areals. Im August 2025 veranstalteten wir in der Hermann-Freye-Gesamtschule eine Informationsveranstaltung, an der zahlreiche Dissener Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Dabei wurden viele Ideen, Anregungen und Vorschläge gesammelt. Diese wurden von der OLEG – (Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft) als verantwortlicher Eigentümerin – aufgegriffen und in die weiteren Überlegungen mit einbezogen.
Inzwischen ist auf dem Gelände und im Entwicklungsprozess einiges geschehen. Einen Überblick über die wichtigsten Schritte und Entwicklungen finden Sie in der nachfolgenden Chronologie von 2022 bis 2026.
Wir von der Bürgerinitiative „Wir für Dissen“ werden uns – in Abstimmung mit den Mitgliedern des Stadtrates – weiterhin für eine bürgernahe, transparente und zukunftsfähige Gestaltung des Homann-Areals einsetzen. Dabei ist uns bewusst, dass der Handlungsspielraum angesichts der schwierigen finanziellen Lage der Stadt Dissen eingeschränkt ist. Umso wichtiger sind ein offener Austausch, eine sorgfältige Planung und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Über weitere Informationsveranstaltungen und neue Entwicklungen werden wir Sie auf unserer Homepage rechtzeitig informieren.
Homann-Areal seit der Schließung Ende 2022
Das rund 13 Hektar große ehemalige Homann-Industriegelände in Dissen am Teutoburger Wald wurde Ende 2022 als Produktionsstandort aufgegeben und befindet sich seither in einem strukturierten Umwandlungsprozess von der stillgelegten Fabrik hin zu einem neuen innerstädtischen Quartier.
Chronologische Übersicht der Ereignisse (2022–2026)
2022: Schließung und Eigentumswechsel
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31. Oktober 2022: Der Homann-Standort Dissen wird nach über 120 Jahren Firmengeschichte endgültig geschlossen; die Dressing-Produktion läuft bis Jahresende aus und wird nach Bad Essen verlagert.
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29. September 2022: Notarielle Beurkundung des Verkaufs des 13 Hektar großen Geländes durch die Homann Feinkost GmbH (Tochter der Theo-Müller-Gruppe) an die Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft (OLEG) im Auftrag der Stadt Dissen.
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30. Dezember 2022: Offizielle Übergabe des Geländes an die OLEG; damit beginnt die Phase der Stilllegungsmaßnahmen und der Vorbereitung für die Nachnutzung.
2023: Erste Rückbau- und Verwertungsmaßnahmen
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Anfang 2023: Die Progressu GmbH (Emsbüren), spezialisiert auf Upcycling von Lebensmitteltechnologie, übernimmt den Maschinenpark; Demontage und Vermarktung der Anlagen beginnen.
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Frühjahr 2023: Erste Versteigerungswellen für Homann-Maschinen und Produktionslinien; ein Teil der Technik wird für andere Standorte (z. B. Bad Essen) weiterverwendet, der Rest wird nachhaltig einer neuen Nutzung zugeführt.
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August 2023: die Bürgerinitiative Wir für Dissen veranstaltet einen Bürgerdialog in der Hermann Frye Gesamtschule. Neben Informationen werden Ideen und Vorschläge der Teilnehmer:innen zur Gestaltung des Geländes aufgenommen. Ein Student stellt seine Masterarbeit zum Homann Areal vor.
2024: Planung, Bürgerbeteiligung und Förderung
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16. Mai 2024: Öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung zur geplanten Quartiersentwicklung; Dokumentation wird online bereitgestellt.
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2024: Aufnahme Dissens in das Städtebauförderprogramm von Land Niedersachsen und Bund; erste Zusage über 2,1 Millionen Euro (später auf 3,1 Millionen Euro aufgestockt) für die nachhaltige Stadtentwicklung des Areals.
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Laufend 2024: Mehrstufige Bürgerbeteiligung zur Sammlung von Ideen und Vorschlägen für die Nachnutzung (Wohnen, Freizeit, Soziales, Gewerbe).
2025: Vertiefte Planung und Wettbewerbsvorbereitung
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11. August 2025: Veröffentlichung der Bedarfsanalyse (empirica AG) im Auftrag von Stadt Dissen und OLEG; Empfehlung einer gemischten Nutzung mit ca. 350 Wohneinheiten, Flächen für Handwerk, Start-ups, soziale Infrastruktur sowie Kultur-, Freizeit- und Gastronomieangebote.
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September 2025: Rundgänge über das Gelände für die Öffentlichkeit; ursprünglich geplant, dann wegen hoher Nachfrage verdoppelt – insgesamt ca. 600 Besucher an mehreren Terminen.
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Oktober 2025: Beginn der Demontage des ehemaligen Hochregallagers; erste sichtbare Rückbauarbeiten.
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9. Dezember 2025: Offizielle Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs; Einreichung von Konzepten für die Neugestaltung des Areals.
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17. Dezember 2025: Der Rat der Stadt Dissen beschließt mehrheitlich die „Leitplanken" (Rahmenvorgaben) für den städtebaulichen Wettbewerb.
2026: Wettbewerb und erste Abrissplanungen
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24. Februar 2026: Bekanntgabe der feststehenden Wettbewerbsteilnehmer; Präsentation der Ergebnisse im Juni 2026geplant.
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2026 (geplant): Erste Teilabrissarbeiten auf dem Areal; historische Fassaden und der Wasserturm sollen erhalten bleiben, andere Gebäude werden zurückgebaut.
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Erstes Halbjahr 2026: Durchführung und Auswertung des städtebaulichen Wettbewerbs als Grundlage für die weitere detaillierte Quartiersplanung.
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17. Juni 2026: das Preisgericht zeichnet einstimmig den Entwurf des Büros RKW+ mit dem ersten Preis aus.
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24. Juni 2026: Der Entwurf wird für seine städtebauliche Qualität und Zukunftsfähigkeit gewürdigt. Anschließend erfolgten die öffentliche Vorstellung und Ausstellung im Rathaus.
Fotos vom Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs(Architektenbüro RKW+ aus Düsseldorf)


Die analysierte Zukunftsvision sieht ein gemischtes Quartier vor:
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Wohnen: Ca. 350 Wohneinheiten, Schwerpunkt auf Familien und Senioren; Optionen für betreutes und gemeinschaftliches Wohnen.
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Gewerbe & Arbeit: Flächen für nicht störendes Gewerbe, Handwerk, Start-ups und soziale Infrastruktur.
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Öffentliche Räume & Freizeit: Parkähnliche Grünflächen, Teiche, Kultur- und Freizeitangebote, Gastronomie und Tourismusimpulse.
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Erhalt historischer Substanz: Denkmalgeschützte Straßenfassaden und der Wasserturm bleiben als identitätsstiftende Elemente erhalten.
Die Gesamtumgestaltung wird auf einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren geschätzt.
WEV., 14.08.2026
